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Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit Sitz in Langen ist das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Seine Aufgaben umfassen unter anderem die Genehmigung von klinischen Studien in Bezug auf bestimmte Arzneimittel wie Impfstoffe für Mensch und Tier, Zulassungsverfahren, Arzneimittelsicherheit, Meldewesen sowie Forschung und Beratungstätigkeiten. Das Paul-Ehrlich-Institut ist somit die zuständige Bundesoberbehörde für klinische Studien in Bezug auf neuartige Impfstoffe wie solchen gegen das neue Coronavirus (SARS-CoV-2).

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Phasen klinischer Studien

Eine klinische Studie (im deutschen Arzneimittelgesetz als klinische Prüfung bezeichnet) erstreckt sich über mehrere Phasen, die mit 0 bis IV durchnummeriert werden und alle aufeinander aufbauen – es darf also keine Studie mit einer höheren Rangnummer ihrer Phase vor dem Abschluss einer Studie mit niedrigerer Rangnummer ihrer Phase durchgeführt werden. Vor dem Beginn der Studie müssen für jede Phase eine Genehmigung von der zuständigen Bundesoberbehörde, ein positives Votum einer Ethikkommission und eine EudraCT-Registriernummer von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beantragt und erteilt worden sein.

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Placebo

Als Placebo (lat. „ich werde gefallen“) bezeichnet man im engeren Sinne ein Scheinmedikament, das keinen aktiven Wirkstoff enthält und somit auch keinerlei pharmakologische Wirkung entfaltet. Im weiteren Sinne werden auch andere Prozeduren als Placebos bezeichnet, etwa inszenierte Operationen. All  diese Maßnahmen sollen dem Patienten das Gefühl vermitteln, eine wirksame Behandlung erhalten zu haben.

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Prävalenz

Als Prävalenz bezeichnet man im Bereich der Epidemiologie eine statistische Maßzahl für die Krankheitshäufigkeit. Sie zählt neben der Inzidenz zu den wichtigsten Kennziffern für die öffentliche Gesundheit. Die Prävalenz einer Erkrankung sagt aus, welcher Anteil einer Gruppe (wie der Bevölkerung eines Landes oder einer Region) zu einem bestimmten Zeitpunkt oder auch in einem bestimmten Zeitraum an ihr erkrankt ist. Die Prävalenz wird in den meisten Fällen lediglich anhand einer Stichprobe geschätzt, da eine vollständige Untersuchung einer größeren Population zu aufwendig wäre; dies betrifft beispielsweise auch die Infiziertenzahl im Rahmen der durch das Coronavirus ausgelösten CoVid-19-Pandemie.

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